Mittwoch, 21. Oktober 2009

Field Trip 14.10.2009 - Glenbarrow River

So liebe Leser, da bin ich mal nochmal. Hab lange geschwiegen, aber die Muse wollte mich nicht so recht küssen. Drum kommt nun erst der Eintrag zum grandiosen Field Trip mit dem ÖkoTox-Kurs an den Glenbarrow River. Zunächst in Quellnähe, dann ein Stück weiter flussabwärts. Welch Freude durch unsere Reihen ging....es hatte jeder so unglaublich viel Lust. Aber nun gut - "Pack die Gummistiefel ein, nimm dein kleines Kächerlein, und dann nischt wie raus nach...Clonaslee?" - und auf geht's. Was bleibt einem denn auch anderes übrig, wenn unser kleiner Napoleon (Andy, Prof)  in altbekannter Manier die Soldaten (uns, Studenten) ruft...
Und so ging es los, morgens um 10Uhr Ortszeit Abfahrt am AIT in Richtung Tullamore irgendwo in die Pampa. Whatever. Etwa eine Stunde Busfahrt. Nach Ankunft im Glenbarrow Eco-Park hieß es dann Gummistiefel anziehen, Kächer aufschultern, Eimer in die Hand und dazu noch eine Identifikationskarte für Wasserverschmutzungsgrad anhand im Wasser lebender Insekten. Und los ging es, eine halbe Stunde Fußmarsch durch den Wald. Ich muss sagen, die Wanderung hat sich gelohnt. Schönes Fleckchen Erde wurde uns dort gezeigt (ich hoffe das kommt auf der Auswahl an Bilder zur Geltung). Am Wasser angekommen zeigte uns Andy was wir zu tun hätten. Ich war begeistert. Dafür den ganzen Weg auf sich nehmen, sich den Tag um die Ohren schlagen...und wofür? Wasserspielchen. Schließt die Augen liebe Leser und stellt euch vor: "ihr seit wieder 5 Jahre alt, euer Wissens- und Entdeckerdrang treibt euch an. Ihr stapft bepackt mit einem kleinen Eimerchen und einer Schaufel an das flache Gewässer eures Heimatortes (egal ob Bach oder Tümpel), stellt euch rein und beginnt den Boden des Gewässers aufzuwirbeln. Dann geht ihr mir euren Händen oder der Schaufel ins aufgewirbelte Wasser und guckt was ihr da so gefunden habt. Und sie da, da zappelt was! Und was macht ihr damit? Natürlich! Frisches Wasser in euer Eimerchen und nix wie rein das Tierchen. Das müsst ihr Mama und Papa zeigen. Nach geraumer Zeit, ihr habt genug Tierchen gesammelt, lauft ihr zu euren Eltern und zeigt ihnen eure Beute. Und wie Eltern nunmal so sind sagen sie nachdem sie sich natürlich alles angesehen haben, dass ihr die armen Tierchen wieder zurück in ihre Heimat setzen sollt. Gesagt getan und der Tag ging zu Ende." Und was haben wir gemacht? Uns in den Flusslauf gestellt, den Untergrund des Flussbetts aufgewirbelt und mit dem Kächer die aufgewirbelte Schicht eingefangen und alles was gelebt hat in unseren Eimer mit dem frischen Wasser gesetzt. Nach geraumer Zeit sind wir mit dem Eimerchen zu Andy, er hat sich alles angeguckt, wir haben die Tierchen mit Hilfe der Identifikationskarte identifiziert und anschließend sie wieder zurück in ihre Heimat gesetzt. So: und wo war jetzt der Unterschied?? Genau: Kächer und identifizieren. Und dafür fahren wir so weit und holen uns in dem eiskalten Wasser den Tod? Für Stadtkinder, die sowas noch nie gemacht haben geschweige denn mal in der Natur gewühlt haben mag das ja ganz nett sein, aber wir sind doch alle irgendwie Landeier hier....naja....
Nach diesen Strapatzen ging es dann zurück ins Dorf (oder nennt man das hier schon Stadt?) und da haben wir dann gemeinsam gegessen. War sogar recht lecker :) nettes kleines Pub. Und nach dem Essen gings weiter flussabwärts, wo wir dann natürlich wieder das gleiche gemacht haben. Diesmal mit einer Diagnose über die Größe der Tierchen. Haltet euch fest, jetzt kommts: sie waren größer geworden, weil es flussabwärts natürlich vielmehr Nährstoffe im Wasser gibt als an der Quelle. Wer hätte das gedacht. Das war die wesentliche Erkenntnis des Ausflugs. Tierchen werden größer, wenn sie mehr zu essen haben.
Zurück waren wir um ca. 17Uhr. Ich muss sagen, es hat sich gelohnt mitzufahren........aber nur, um mal die irische Natur zu sehen und mal aus Athlone rauszukommen...
Viel Spaß mit den Bildern!


Unser Fasion-Club: zumeist top gestylt (zentimeterdick geschminkt, Haarspraymenge die das Ozonloch wachsen lässt, Kleidungsstil nicht immer treffsicher), wenn nicht grad in Jogginghose, und auch beim Field-Trip zur Angelegenheit das perfekte Outfit getroffen: Leggings mit T-Shirt-Rock und Schlabber-Pulli...aber immerhin Gummistiefel...


meine Gummistiefel (danke nochmal an meine Eltern) und ein Kächer.
Zusammen: Stillleben einer Exkursion

 

Andy, unser geliebter Studiengangsbeauftragter und Lehrer für Ökotoxikologie (auch bekannt als "Andy der Kürzere" oder "Andy N. Bonaparte")

  
Mitchel (links) und Gary (rechts)


Barbara (links) und Catherine (meine Laborpartnerin - rechts)

Dienstag, 13. Oktober 2009

Ergänzungen

1. Erster Besuch

Als ich Eva am Sonntag zum Flughafen gebracht hab waren wir dort noch im Lokal "Zum goldenen M" fürstlich speisen (also die Pommes im irischen McDonald's sind 1000000mal besser als in Deutschland! Und der Burger schmeckt auch besser). Es waren mal wieder jede Menge Kinder unterwegs, wir überall in Irland. Von ganz klein, über halbwüchsig bis hin zu groß. Mir gegenüber saß eine Mutter mit ihrem Kleinkind, schätzungsweise knapp 1 Jahr alt, und hatte dieses jenes lässig so halb über die Schulter hängen. Hinter ihr stand ein halb geöffneter Rucksack. Da das Kind wohl seinen zuvor eingeführten Brei wohl durch das ganze Gewippe nicht allzu gut vertrug, ließ es sich die ganze Sache nochmal durch den Kopf gehen. Und dreimal dürft ihr raten wo der Brei gelandet ist - natürlich im Rucksack!! Und es hat niemand gesehen oder gemerkt, außer uns. Und wir haben vor lachen fast unterm Tisch gelegen. Verständlicherweise...merkt euch: wenn Kleinkinder in der Nähe sind guckt immer in eure halbgeöffneten Taschen und Rucksäcke rein - es könnten Essenslaachen drin versteckt sein. Die Mutter des Übeltäters hat dies nicht getan und ihre Sachen auf das Halbverdaute draufgestopft - was natürlich eine weitere Lackattacke unsererseits auslöste!!

2. nervige irische Flexibilität

Letzten Donnerstag hat Andy uns stolz verkündet, dass wir, die deutschen Studenten, unsere Heimflüge für den 19.12.2009 buchen sollen, da bis zum 18.12.2009 Klausuren sind. Was hab ich gemacht - klar - geguckt, festgestellt dass es am 20.12.2009 schön billig ist und gebucht. War total stolz. für die drei Wochen bis zum 09.01.2009 mit Koffer und allen Gebühren hin und zurück nur 70€ bezahlt. Was ein Schnäppchen! Jetzt kommt das Aber. Heute morgen haben nochmal welche nachgefragt, wann es denn jetzt genau mit den Klausuren so ist und wann es im Januar definitiv weitergeht. Und was sagt mein lieber Freund Andy: wir haben schon den Freitag, 18.12.2009, frei! Das hätte sich flexiblerweise so ergeben, auch wenn der Klausurenplan noch nicht feststeht. Eventuell sind wir sogar noch früher mit den Klausuren durch! Da bekomm ich doch n Föhn...hau mir ab...geht garnit! Ich warte jetzt mal noch schön und wenn der Klausurenplan endgültig und unwiderruflich steht werd ich vielleicht einen anderen Hinflug buchen, früher. Aber nur wenn es sich vom Zeitgewinn lohnt und nicht übermäßig teuer ist. Alles viel zu flexibel...wobei sie in der Vorstellung der Formatierung von Hausarbeiten und Summary Sheets nicht alle so flexibel sind. Besonders Andy, der Tag ein Tag aus die irische Flexibilität predigt und huldigt, erkennt nur eine Art der Formatierung und des Aussehens an. Und das ist seine eigene - andere sind nicht zulässig und unerwünscht. Absolut unflexibel!

3. Will sonst noch jemand was ergänzen?